4711 Gebäude, Köln

4711 Gebäude, Köln

Bauherr: imbau – Industrielles Bauen GmbH, Leverkusen

Architekt: Luczak + Jürgensen, Stadtplaner und Architekten BDA, Köln

Gewerk: Fenster, Fassade

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Die 1874 am heutigen Standort des Barthonia-Forums eröffnete Parfüm- und Seifenfabrik der Firma Mülhens entwickelte 1792 das mittlerweile weltbekannte Parfüm "4711-Echt Kölnisch Wasser".
Die Sanierung der ehemaligen 4711-Fabrik erfolgte nach den Plänen der Stadtplaner und Architekten Luczak + Jürgensen. Für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, das eine komplette Rekonstruktion der Fassadenkonstruktion und Glasbekleidung vorsah.Aufgrund technischer und bauphysikalischer Gründe war es in großen Teilen nicht möglich, die bestehende Konstruktion zu erhalten, womit auf den bestehenden Rohbau eine dem alten Bestand annähernd identische Fassade neu entwickelt wurde. Zu den Besonderheiten gehört der regelmäßige Abstand der Pfosten im Fassadenraster in einer Breite von 47,11 cm.

Die bestehenden, nicht tragfähigen Rohrrahmenprofile der Fensterelemente mussten von den aufgeschweißten Stahlblechzargen getrennt werden. Die bestehenden T-Profile in den Bereichen des Rundbaus erwiesen sich als tragfähig und konnten somit erhalten werden. Die neuen Pfosten-Riegel-Profile wurden entweder mit Abstand freitragend vor den T-Profilen angeordnet oder mit eingeschobenen Koppelprofilen auf die T-Profile verschraubt.

Die größeren Fensteröffnungen mussten aus Denkmalschutzgründen entsprechend der kleinteiligen Rasterung aufgeteilt werden, um das äußere Bild zu wahren.

Die in der produkttypischen Farbe gehaltene "Blau-Gold"-Fassade ist eine Neukonstruktion mit grün emaillierten Glasplatten, die im Rahmen eingespannt und hinterlüftet gehalten sind.

Die nach außen geometriegleichen, goldeloxierten Aluminium-Sonderprofile wurden entsprechend des ehemaligen Bestandes angefertigt.