Deutsche Botschaft, Peking
Bauherr: Bundesbaudirektion
generalunternehmer: Philipp Holzmann AG
Architekt: Kammerer + Belz, Kucher und Partner, Stuttgart
Gewerk: Fenster, Türen, Fassaden, Sonnenschutz und Glasdächer
Der Botschaftskomplex unterteilt sich auf einem 90
mal 135 m großen Areal in mehrere Abschnitte unterschiedlicher
Gebäudegrößen und -höhen.
Um den Vorhof erstrecken sich seitlich die Nebengebäude in
länglicher und niedriger Form und die an der Nordseite herangeschobene
Kanzlei nebst Residenz.
Zum Leistungsumfang gehörten die Herstellung, Lieferung und Montage von Fenstern, Türen, Fassaden und Sonnenschutz für sämtliche Gebäude inklusive Tiefgarage nach den Plänen der Architekten Kammerer + Belz, Kucher und Partner, Stuttgart.
Die sehr umfangreichen planerischen Vorgaben erforderten im Innen- wie im Außenbereich die Anfertigung anspruchsvoller Gewerke, ausgeführt als Sonderkonstruktion oder mit Standardfensterelementen. Unter anderem wurden über 40 verschiedene Glastypen, darunter Brandschutzgläser, durchbruchhemmende und durchschusssicherere Sicherheitsgläser und mehr als 20 Sonderprofiltypen verbaut.
Fenster/Fassade im Innenbereich (Auszug):
- Vorgehängte, polygonale Eingangsfassade, zum Teil sprengwirkungs- und beschusshemmend, in Pfosten-Riegelbauweise.
- Freitragende Glaspyramide mit Stahlverstärkung im Bereich der Residenz
- Teilweise über 3 Stockwerke reichende Treppenhausfassade auf vorhandener Stahlunterkonstruktion als Aluminium-Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Festverglasung.
- Satteldach, freitragend mit aufgestelzter Stahlverstärkung in den Profilen, zur Gewährleistung der statischen Anforderungen.
- Innenverglasung der über 2 Stockwerke reichenden Glasfassade als Pfostenriegelfassade mit Stahl-Aluminium-Profilen.
In den Außenbereichen wurden Aluminiumprofile, zum Teil Sonderkonstruktionen, von HARTMANN verbaut. Die 40 mm breite Leibungsverkleidung besteht im Außen- und Innenbereich aus einer jeweils 3-teiligen Sonderkonstruktion. Das innere Profil, mit einer Leibungstiefe von ca. 155 mm, verfügt über ein Putzanschlussprofil zur Nutausbildung, beim 215 mm tiefen äußeren, besteht ein Anschluss an die Leibung des Verblendungsmauerwerks mit eingenuteten APTK-Dichtungsprofilen. Zusätzlich verfügen die Außenprofile über Einnietmuttern zur Befestigung der Halter für die Führung der Raffstoreanlage. Insbesondere zu berücksichtigen ist, dass durch die statischen Vorgaben des Architekten horizontal durch das Gewerk nur geringe Toleranzen (+/- 5 mm) aufgenommen werden durften.
Die Abwicklung des Projektes erforderte besonders hohe logistische Leistungen. Die Fenster- und Fassadenelemente wurden im Werk vorgefertigt, per Luftfracht oder über den 2 Monate dauernden Seewegtransporte nach Peking befördert und montiert.

