Verwaltungsgebäude Unter den Linden 44 – 60, Berlin
Bauherr: Bundesbaudirektion
Architekt: Alexander Kolbe Architekten, Berlin
Gewerk: Fenster, Türen (Stahl)
Das zum Deutschen Bundestag gehörende Verwaltungsgebäude Unter den Linden 44 – 60, das ehemalige Ministerium für Außenhandel der DDR, wurde in den 60er Jahren in der für diese Zeit typischen Stahlbeton- und Fertigteilbaukonstruktion erstellt. Der Umbau in den Jahren 1994 – 1997, nach den Plänen der Architekten Alexander Kolbe, sah eine komplette Sanierung und Neugestaltung der Fassade vor, womit die gesamte Außenfassade demontiert und durch eine neue Außenhaut aus neugegliederten Stahlbetonteilen ersetzt wurde. Zudem wurde das Gebäude aufgestockt, im Zuge dessen eine verglaste Attikazone aufgesetzt wurde.
Die Fenster und Türen sind als Stahlrahmenkonstruktion mit Isolierverglasung ausgeführt. Zum Einsatz kamen vollisolierte, korrosionsgeschützte FORSTER - Stahlprofilsysteme. Rahmenecken und Sprossenstöße sind verschweißt, flächenbündig und planeben verschliffen, verspachtelt und in fertigen Elementen vorgefertigt und zusammengefügt.
Bei der Fensterkonstruktion handelt es sich um eine flächenbündige Flügel-Rahmenkonstruktion. In Teilbereichen des Gebäudes kam sprengwirkungshemmendes Glas mit einer Dicke von 55 mm zum Einsatz. Andere Bereiche wurden mit durchschusshemmenden und splitterfreien Fenstern und Paneelen ausgestattet. Das hohe Gewicht der Sicherheitsgläser und die nur geringe Falzluft von 3 mm erschwerten die Montage.
Weitere Sicherheitsanforderungen sahen eine Öffnungsüberwachung durch Magnetriegelkontakte vor. Des weiteren wurden die entsprechenden Gläser mit einer Alarmspinne zu Zwecken der Glasbruchmeldung ausgestattet.

